Sonntag, 17. August 2008

Tag 5 Teil 2 - Wo bin ich? Ach hier ist oben!

Heute ging es endlich los - wir durften ins Wasser planschen gehen! Nach einer kurzen Erwärmung mit Dehnung durch Assistenzcoach Manu erklärte uns Yamir, der Inhaber das Camps, einige Sachen übers Surfen. Dann durften wir raus und die ersten Wellen unseres Lebens anpaddeln. Das funktionierte auch überraschend gut. Danach sollten wir wie ein Adler auf dem Brett liegen, Arme weit von uns spreizen und dadurch das Brett unter uns lenken. Hat auch sofort funktioniert, also wurde uns schon in der ersten Einheit langweilig.
Jeder kann sich denken, dass wir als Nicht-Körper-Spastiker auf dumme Gedanken kommen und anfangen rumzublödeln. Wir ließen es uns nicht nehmen mit den ersten Aufstehversuchen zu beginnen. Das ein oder andere Mal klappte auch das schon ganz gut, sodass es danach ein kleineres Lob aus dem Mund unseres Coaches Martin gab, dem auch gleich die Zurechtweisung "Nächste Stunde arbeiten wir an der Technik" folgte.
Nach einer Stunde Pause und einem Baguette ging es wieder an den Strand zum Surfen und dem richtigen Aufstehen lernen. Da die Flut wieder begann, wurden auch die Frequenz der Wellen sowie deren Höhe größer. Der Spaß bzw. die Erfolgsquote sanken. Nichtsdestotrotz gab es den ein oder anderen kleinen Ritt einer Welle. Das lässt hoffen. Danach noch kurz die Brtter heimgeschleppt und seit dem wird abgehangen.
Zur Zeit sitzen Flo und ich auf der Terrasse einer Pizzeria, wo es Eis und eine kleine Cola gibt. Natürlich bei Sonnenschein - wie ist das Wetter zu Hause so? Wir haben gehört das soll nicht so gut sein? ;-)

Was mir gerade noch einfällt, aber nicht so recht zum Thema passt ist, dass die Geschlechterverteilung im Camp ziemlich fair und innerhalb unserer Surfgruppe außerordentlich gut ist :-) Was wiederum hoffen lässt.

Bezug zur Überschrift: Wir wurden gestern und heute schon das ein oder andere mal ordentlich "gewaschen".

Liebe Grüße nach Deutschland,
Schnei.

PS: Wir finden, wir haben nen ziemliches scheiss Leben, oder?
Tag 4 – Ich bin in Limoges, holt mich hier raus! (Flo)

Um es gleich mal klarzustellen: Bis jetzt war keiner von uns beiden mal richtig betrunken. Trotzdem stimmt es, dass Schnei gestern Abend fahren musste. Eigentlich wollten wir uns in Limoges Downtown nämlich mal in einen Club mit dem poetischen Namen „Le Lady’s Night“ begeben. Offensichtlich darf man in französischen Clubs keine Jeans tragen, oder zumindest sind die nicht gern gesehen – stand zumindest auf einem Schild am Eingang. Als eine halbe Stunde nach Cluböffnung erst 4 Leute, die noch dazu alle Ü30 waren, den Club betreten hatten, haben wirs auch gelassen und sind zurück zu unserem wirklich sehr schönen Campingplatz gefahren.

Heute Morgen haben wir dann den Vorteil des Pariser Steinbodens gegenüber einer Wiese kennen lernen müssen. Da sammelt sich nämlich nicht so viel Tau und nässt das Zelt. Nichtsdestotrotz haben wir alles schnell abgebaut und sind wieder aufgebrochen. So, und jetzt kommt der Bezug zur Überschrift: Wir sind bestimmt eine halbe Stunde durch die Innenstadt gegurkt, um unsere Rue nationale 141 zu finden. Dort rollt aber alles ganz gut. Gerade eben haben wir eine Pause gemacht und uns lecker Brötchen besorgt. Schnei ist jetzt ein großer Fan von pains au chocolat. Gerade eben hat er 5 Stück davon verdrückt. Und jetzt will er die 500g-M&M-Packung aufmachen.

Was uns noch aufgefallen ist, sind die toten Tiere am Straßenrand. Falls jemand schon mal dort war: man kann es ungefähr mit dem Inland von Mallorca vergleichen. Dabei fahren die Franzosen gar nicht so schnell, dass man sich das irgendwie erklären könnte. Überhaupt sehen wir eigentlich nur französische und ab und zu mal belgische Autos. Keine Deutschen, Holländer oder Italiener weit und breit, obwohl die Gegend eigentlich schön ist und vor allem Familien zum Urlaub machen einlädt. Was auch krass ist, sind die total unterschiedlichen Benzinpreise von Tankstelle zu Tankstelle. In Limoges standen 2 Tankstellen im Abstand von vielleicht 700m mit 8 Cent Preisunterschied. Auch schwanken die Preisunterschiede zwischen Super und Normalbenzin von 0,5 bis 7 Cent. Bis jetzt haben wir aber immer Glück gehabt und für unterdeutsche Preise tanken können.

Momentan quält sich unsere N141 durch einen Ort mit jeder Menge Ampeln. Die gut ausgebauten Straßen von gestern vermissen wir schon ein wenig.

Tag 4 Teil 2 – Wo sind eigentlich die Wellen? (Schnei)


Flo hat ja bei den schlechten Straßen aufgehört, diese waren spätestens 5Min nach dem Schreiben Geschichte. Wir befanden uns wieder einmal auf Landstraße die viel mehr einer sächsischen Autobahn glichen, bis auf das Tempo. 110 nerven ab einer gewissen Stelle. Aber wenn man dann ein Opel Corsa mit zwei hübschen Ladys sieht, dann fährt man gern auch mal 110. Hat Spaß gemacht. Als dann „Vieux Boucaux“ am Straßenrand auftauchte, änderte sich unsere Stimmung schlagartig. Eine Stunde später haben wir das Camp gefunden.

Angekommen, ausgepackt, Badehose an und ab an den Strand, aber wie kommen wir dahin? Strand gefunden – aber wo sind die Wellen? Das sind doch keine Wellen, dachten wir. Dreimal rausgeschwommen, zweimal wieder zurück, und mehrmals ordentlich durchgespült worden – geil! Das lässt hoffen.

Zur Zeit sitzen wir grade mit Brandi alias Robert B. aus DD vor unserem Zelt und trinken eine kleine Cola J. Brandi, sieht son bisschen fertig aus, Haare schneiden müsste er mal wieder, er ist umgeknickt und bestellt grade noch ne kleine Cola.

Tag 5 – Seh ich nicht geil aus?

Guten Morgen Surfergemeinde! Nachdem wir gestern also unser Zelt bezogen hatten (Sand wird ein Problem darstellen), gab es lecker Abendessen: Nudeln mit scharf angebratener Salami und Apfelmus. Lecker! Anschließend gingen wir wieder zu unserer Lieblingsbeschäftigung über (ratet…) bevor es später am Abend eine Vorstellungsrunde mit Bowle gab. Da wir heute doch schon relativ zeitig raus mussten, haben wir uns da eher zurückgehalten man muss ja nicht gleich am Anfang unangenehm auffallen. Jedenfalls haben wir uns dann gegen Mitternacht auf unsere gemütlichen Liegen zurückgezogen und sind auch ziemlich schnell eingeratzt.

Bis uns heute Morgen um 8 der direkt hinter unserem Zelt parkende Campbus geweckt hat. Da wir sowieso um die Zeit aufstehen wollten, war das kein größeres Problem. Dann gabs lecker Frühstück und anschließend Wetsuit-Anprobe. Geil wie wir sind hat uns natürlich beiden eine XXS gepasst. Oder vielleicht doch nicht ganz. Jetzt wissen wir grad nicht genau, wann unser Kurs beginnt, aber wir sind da ganz optimistisch, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein werden.

Gestern Abend gab es ein paar kurze Schauer, aber ansonsten ist das Wetter ganz nett und auch relativ warm. In der Hinsicht gibt’s also keine Sorgen. Schnei könnte jetzt langsam mal so richtig munter werden…keine Ahnung warum der so durchhängt hier. Aber beim ersten Wasserkontakt wird das sicher besser.



Und als Nachschlag: