Donnerstag, 21. August 2008

Tag 9 – Scheiß Bodyboarder. Morgen bring ich einen um!

Freunde des Dauerregens und der subpolaren Luft, hier sind wieder eure Langzeiturlauber. Und wir haben gute Nachrichten!

Nachdem wir gestern unseren Abwasch relativ zügig und ohne uns selbst einzusauen hinter uns gebracht haben, stand die Frage, was wir mit dem Abend noch anfangen. Die Hälfte der Leute war ja nach San Sebastian gefahren, aber es blieben immer noch genug feier- und vor allem trinkfreudige Gesellen übrig. Mich hatte irgendwie in den letzten Tagen ein bisschen eine Erkältung angeschlagen, also hab ich noch eine Tablette genommen und bin ins Bett gegangen. Das war also für mich der erste Abend ohne Alk. Schnei auf der anderen Seite hat wohl noch an gewissen Trinkspielen teilgenommen und ist dann noch kurz im Mojito gewesen. Heute früh sah er trotzdem fit aus, ganz im Gegensatz zu vielen, die in San Sebastian waren.

11:30 ging unsere erste Surfeinheit los. Heute wieder bei strahlender Sonne und Temperaturen knapp unter 30. Die Wellen waren auch voll okay, sollen aber in den nächsten Tagen kleiner werden. Inzwischen fühlen wir uns schön sicher auf Weißwasserwellen und würden uns freuen, ein paar mehr Tipps von unseren Lehrern zu bekommen, denn vom größeren Teil der Gruppe haben wir uns leistungsmäßig doch ein Stück abgesetzt. Die gestrige Session hat sich also ausgezahlt.

Heute war es dann auch viel voller im Wasser. Vor allem die Kids auf ihren Bodyboards bringen uns zur Verzweiflung, weil sie in Rudeln direkt hinter einem rausgehen und uns also nachher den Weg blockieren. Noch konnten wir unsere sadistischen Neigungen unterdrücken, aber lange wird das nicht mehr gehen.

Auch bildungstechnisch bringt uns der Trip einiges. Zum Beispiel können wir jetzt nachvollziehen, woher die Redewendung „ein Ei am Wandern haben“ kommt. Scheint aber ein generelles Surferproblem zu sein, und Kinder wollen wir hier ja eh nicht zeugen.

Das wars erstmal von uns. Wir wissen, dass ihr gern mehr Bilder sehen würdet, aber wir kommen echt wenig zum Fotografieren, wobei wir manchmal gern die Cam zur Hand hätten.

Dass so viele Leute regelmäßig unseren Blog anschauen, freut uns natürlich. Wir versuchen auch weiter, jeden Tag zu schreiben. Aber immer klappt das halt nicht.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und bei allem, was man in Deutschland grad so machen kann.

Flo