Freitag, 29. August 2008

Tag 15 und Tag 16 – Der Tag danach

Ein wirklich böses Erwachen gabs heute für keinen von uns beiden. Außer dass wir kolossal verschlafen haben und dann gerade mal so 20 Minuten Zeit hatten um zu frühstücken und zum Kurs zu gehen, mit Brett.

Das Verschlafen war eigentlich nicht weiter schlimm. Viel schlimmer war der Restalkohol im Körper von gestern Abend. Denn gestern war mal wieder SanSe (San Sebastian) angesagt. Flo hat mich dann mehr oder weniger im Stich gelassen, weil er wegen Unwohlsein nicht mitgekommen ist. Da hat er aber einiges verpasst! Zu allererst war ich dann erstmal gefühlte 4 Stunden mit zwei Mädels shoppen. Als wir dann den Rip Curl – Shop gefunden hatten, ging es dann erstmal richtig los. Ich konnte mich aber sehr gut ablenken und durch das Schauen von Surffilmen und durch Anschmachten der RipCurlfachverkäuferin die Zeit etwas besser totschlagen. Aber wenn ich jetzt hier alle kleinen Details und Unsinnigkeit der weiblichen Shoppingteilnehmerinnen auftischen würde, dann wäre aber morgen der Blog down ^^

Nach dem Shoppen gings dann noch kurz in den Lidl um sich mit Cola für den Abend einzudecken, bevor wir uns auf dem Platz in mitten des ehem. größten Stundenhotels Europas getroffen haben. Von da aus sind wir in Richtung einer Tapasbar gezogen, wo wir dann für 7€ wunderbar gegessen haben. Danach machten wir uns an die Besteigung des Namensgebers. Das hat mir dann auch mehr oder weniger den Hals gebrochen.

Ich denke jeder von euch kennt den Spruch „Bier auf Wein, das lass’ sein“. Ich hab mir dann gestern mal gedacht „Probier mer das ma aus“ – denn beim Abendbrot gabs schon ordentlich Wein, der mir dann auch schon bisschen Flügel gebracht hat. Jedenfalls ging es bei der „Besteigung“ mehr oder weniger wieder einmal um ein Trinkspiel. Wir waren zu dem Zeitpunkt zu sechst unterwegs und haben abgemacht, dass wir aller 10 Stufen ein Schluck unseres Getränkes zu uns nehmen. Als wir dann die ersten Stufen passiert hatten und keine weiteren in Sicht waren, hab ich dann vorgeschlagen, dass wir aller zwei Kurven trinken und die Regel mit den Stufen beibehalten. Den Mädels vom Shoppen, Anja und Teresa, war das aber zu wenig, sodass wir uns auf jede Kurve geeinigt haben. Als wir dann aber zum ersten Mal innerhalb von 5 Schritten die zehnte Stufe und zwei Kurven hatten, hab ich das alles bereut. Jeder der schon mal dort war, weiß wie viel Stufen und Kurven da noch folgen. Als wir wieder in der Stadt waren, haben wir uns mit den anderen am Hafen getroffen bevors ins Tas Tas ging zum Feiern. Auf dem Rückweg von SanSe nach Vieux ist dann Yamir noch mal kurz 50€ für die Reinigung des Busses losgeworden, die er selber verursacht hat. Irgendwie hab ich’s dann ins Bett geschafft und den Rest kennt ihr ja.

Flo hat mir noch vom gestrigen Abend im Camp erzählt. Hier muss es auch ziemlich drunter und drüber gegangen sein. Kristina, einer der Teamerinnen, musste ins Krankenhaus gebracht werden, weil sie eine verschleppte Mittelohrentzündung hat. Danach war dann nur noch eine Teamerin da, die dann auch bisschen den Überblick verloren hat. Das Ende vom Lied ist, dass heute so ziemlich jeder total in den Seilen hängt. Dazu kommt noch, dass wieder mal bisschen mehr als 30° sind und die Sonne ohne Ende prasselt.

Surfen war heute totaler Mist, die Wellen sind unvorteilhaft, die Strömung zu stark, Flo ist heute das erste Mal eine grüne Welle gesurft und das hat ihn ziemlich gepusht. Ansonsten gibt’s echt nichts weiter zu erzählen, schauen wir mal, was der Abend noch so bringt, ist ja schließlich der letzte im Camp an dem wir beide gehörig auf den Putz hauen könnten. Morgen kann das leider nur einer und das ist Flo.

Schnei

Tag 17 – „Flo, hol mir mal ne Cola, da schlaf ich nachher besser“ – „Von Cola bleibst du wach, du Pfosten.“ – „Okay, dann ein Red Bull.“

Obiges Statement hat Herr Schneider gestern Nacht im Mojito abgegeben. Es zeigt auch sehr gut unsere geistige Verfassung gegen 2 Uhr morgens. Auf jeden Fall war es wieder eine sehr lustige Nacht, die diesmal auch eine intensive Beobachtung des Sternenhimmels und das lautstarke Singen in allen möglichen Tonlagen auf dem Weg ins Camp einschloss. Auch die Campingplatz-Security war durchaus erheitert über das merkwürdige Verhalten deutscher Touristen in den frühen Morgenstunden

Heute Morgen dann hat Schnei eindeutig den besseren Start erwischt – will heißen er kam gut aus dem Bett und hat die erste Surfeinheit mitgemacht. Anscheinend lief die aber eher auf eine eingehende Beobachtung der Wellen hinaus, die gefühlte 500 Meter hoch waren (real ungefähr ein Meter). Manchmal ist es aber besser, ein wenig Respekt vor dem Meer zu haben, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, nachdem ich gestern zweimal einen Vertical Drop aus anderthalb Meter Höhe auf den Sandboden hinter mich gebracht hatte.

Im zweiten und letzten Kurs hat Schnei dann die Welle des Urlaubs gesurft. Ich hab ihn zwar nur von hinten gesehen, aber der Ride dauerte bestimmt 25 Sekunden und endete am Strand. Manu und Timmy waren echt beeindruckt – Timmy hatte dann auch ein fettes Grinsen im Gesicht, als er zu mir rausgepaddelt ist. Ich habe nur eine gute Welle bekommen, war aber ganz zufrieden damit, weil auch nicht so viel rein kam. Nachher haben wir am Strand noch ein paar Poserfotos geschossen und uns zum Chillen auf unsere Handtücher zurückgezogen.

Heute hatten wir erstmalig deutlich über 30 Grad im Schatten, und erst jetzt (20 Uhr) ist es einigermaßen angenehm. Es gab gerade lecker Tortellini mit Tomatensoße, und wir haben uns leicht überfressen. Mittlerweile sind wir auch beide gesundheitlich angeschlagen, aber wir sind ganz optimistisch, dass das nicht lange anhalten wird…bei unserer gesunden Ernährung.

Ich liege gerade in der Hängematte, während am Baum hinter mir ein Monsterkäfer mit einem riesen Stachel sitzt. Schnei und Thomas machen gerade weiter Fotos davon.

Morgen fahren wir relativ zeitig nach Barcelona weiter, wo wir anscheinend in einem Hostel übernachten werden. Soweit es ging haben wir schon zusammengepackt und das Auto beladen. Jetzt gehen wir noch mal schnell ins Netz und suchen uns die Route für morgen. Neues gibt’s dann wahrscheinlich am Sonntag.

Viele Grüße nach Hause!

Flo