Ich sitz gerade noch im Partyzelt vom Camp, während aufgeräumt und alles für den großen Singstarabend mit Bowle vorbereitet wird.
Heute war ein ziemlich geiler Tag, obwohl er ziemlich verkatert und noch etwas betrunken begann. Wir hatten gestern Abend mal wieder eine kleine Runde Trinkspiele hinter uns, als wir ins Mojito gezogen sind, in dem uns dann erst mal die Augen ausfielen, als Jenni, Teamerin, und Corinna, Teilnehmerin, den Boden mit ihren Schritten zum Glühen brachten. Bei uns konnte es nach einigen kleinen Start-Ups losgehen, das hieß dann immer wieder 2 B52 und 2 Desperados mit denen wir uns dann in Stimmung brachten.
Der ein oder andre Schnaps sorgte dann auch für das nächtliche Achterbahnerlebnis im Zelt und kleine Unsicherheiten beim Surfen.
Heute ließ es sich super surfen. Der Strand war leer, fast leer. Denn das Wetter lud nicht gerade zum Baden und Boarden ein, warum auch viele andere Gruppen dem Strand fernblieben und wir die Wellen nahezu für uns alleine hatten. Flo hat dann den einen oder anderen Versuch des Take-Offs (Aufstehen aufm Brett in der Welle) auf Grund mangelnden Gleichgewichtsgefühls abbrechen müssen. Bei mir liefs besser, ich bin halt Trinkfester, dank des Trainings mit Glaysi, dem alten Trinkbruder. Danach gabs wieder die übliche Stunde Pause zum Relaxen und Essen, bevor es in der zweiten Einheiten wie gewohnt voll mit guten Wellen weiter ging. Das Wetter hatte sich gebessert, die Sonne schien.
Zurück im Camp kam es zum großen Beach Volleyball-Showdown mit Brandi und Pascal, unserem Koch. Den haben wir dann solange am Feld festgehalten, dass es heute erst verspätet Abendbrot gab. Das Essen, was wir jeden Tag früh und abends vorgesetzt bekommen, ist im Übrigen der Oberhammer!!! Man kann sich so was von satt essen und es gibt teilweise echt ausgefallene Sachen von unserem Schweizer, der meist zwei Stunden vorher noch nicht weiß, was es geben wird. Als Pascal weg war, musste David einspringen um sich noch drei Sätze mit uns durch den Sand zu quälen. Am Ende war es nur noch ein Rumgequäle und wir waren alle total fertig, vom Surfen und vom Beachen.
Jetzt füllt sich das Zelt so langsam ich werd mal die Segel streichen und das geschriebene abspeichern um es morgen früh zu posten. Ich hoffe mal dass es euch allen gut geht?
Um vielleicht die entscheidende Frage zu letzten Post zu beantworten:
Das mit dem Ei am Wandern bedeutet nicht mehr, als dass uns im Neo immer wieder das eine Ei in Richtung Körperinneres geschoben wird, was mit der Zeit reichlich unangenehm wird.
So, dit wars jez aber, bei uns werden ziemlich bald die Lichter ausgehen ^^
Liebe Grüße aus Frankreich
Schnei
PS: Der Bezug zur Überschrift fehlt noch. Das war ein Dialog zwischen Flo und unserem Surflehrer Martin, der ziemlich gern über uns Ossis herzieht. Wir haben das mal als Lob hingenommen, weil er es nach dem letzten Ritt in der zweiten Stunde zu uns gesagt hat.
PPS: Flo war gestern zu.
PPPS: Ich auch. ^^
Tag 11 – Die Weißwasserwellenvermeidungstechnik
Eine Woche sind wir jetzt schon hier, und wir finden es nach wie vor einfach nur geil. Die Bowle gestern hatte uns ordentlich Treibstoff für die anschließende Party im Mojito gegeben. Dort ging es richtig zur Sache. Die Liveband hat voll meinen Musikgeschmack getroffen und nicht nur die üblichen 80er- und 90er-Songs gecovert, sondern auch Apollo 440 und House of Pain performt. Wir hatten also durchaus unseren Spaß, auch angesichts der hohen Damenquote. Leider haben wir aber feststellen müssen, dass ein Großteil der Besucher das achtzehnte Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Das ist schade, denn außer man geht mit Pascals Motto: „Legal, illegal, scheißegal“ oder auch „Old enough to pee, old enough for me“ an die Geschichte ran, muss man echt aufpassen.
Jedenfalls haben wir jetzt Zugang zu einigen Fotoquellen gefunden. Ihr könnt also in Zukunft doch mal mit ein paar mehr Bildern rechnen.
Heute ging der Surfkurs erst 12:30 los. Sehr freundlich, wenn der Abend davor lang war und man sich doch einiges vorgenommen hat. Im ersten Kurs lief es schon richtig gut, auch hatte ich einige Tipps von Daniel bekommen, wie ich die Wellen noch schneller surfen kann. Schnei hatte irgendwie anfangs ein kleines Tief…möglicherweise alkoholbedingt (Anm. vom Schnei: Das war nicht alkoholbedingt, wirklich nicht.). Im zweiten Kurs wollten wir nach der Aufwärmphase gerade ins Wasser starten, als Martin uns zurückholte um uns zu fragen, ob wir lieber weiter raus paddeln würden. Unsere Antwort darauf könnt ihr euch sicher vorstellen. Jedenfalls wurden wir dann kurzerhand zu den Intermediates gesteckt. Der Lehrer dort, Mo, fragte noch so: „Also, Weißwasserwellenvermeidungstechniken kennt ihr alle? Dann los!“ Plonk. Nie davon gehört. Ach hey, wird schon. Dann ging es ans Rauspaddeln. Wir haben ja schon ein paar Mal anklingen lassen, dass die Mehrzahl der Teilnehmer nicht gerade sportlich ist. Umso schlimmer war für uns die Erfahrung, nicht hinterherzukommen. Irgendwie muss da ein Trick dabei sein, den wir hoffentlich noch rausbekommen. Zum Glück war das Meer sehr ruhig und wir kamen erstmal gut voran. Dann kam das Warten auf die Wellen. Daniel war dann auch draußen und feuerte mich beim Anpaddeln an. Gleich die dritte Welle hat mich mitgenommen und ich hab sie gestanden. Ein geiles Gefühl. Dann musste man aber erstmal wieder rauspaddeln. Und das war durchaus frustrierend und langwierig. Surfen ging aber echt gut, wir freuen uns auf morgen. Schnei war dann zusammen mit Tim etwas abgetrieben, der dann probiert hat ihm etwas zu zeigen. Lief aber wie am Vormittag eher suboptimal.
Jetzt gehen wir gleich wieder die Einträge in den Blog stellen. Schnei drängelt schon.