Liebe Blogleser,
nachdem wir gestern nichts von uns hören lassen haben, sind wir heute wieder am Ball. Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, sind wir ja gestern Morgen aus unserem wunderschönen Hostel in Barcelona in Richtung Montpellier aufgebrochen. Ein Tipp: Fahrt nie mit eurem Auto nach Barca. Die Ausschilderung ist absolut bescheiden. Sogar die Autobahnzubringer verfügen nur sehr spärlich über Hinweisschilder. Jedenfalls haben wir dann nach ungefähr einer Stunde endlich unseren Weg aus der Stadt herausgefunden und den östlichen Pryenäenrand durchquert. Die ganze Zeit über war sehr schönes Wetter, und so waren wir auch ganz froh, dass unsere gestrige Etappe nur 350 Kilometer lang sein sollte und wir noch ein bisschen Zeit am Mittelmeer verbringen konnten. Unser Zeltplatz in Palavas les Flots lag direkt am Meer und hatte einen Privatstrand. Auch preislich war er ganz okay, dafür war der Boden zum Campen aber eher ungeeignet. Unser vorher aufgebautes Zelt fanden wir nach 2 Stunden Baden und Schlafen am Strand wieder eingestürzt vor.
Das Mittelmeer wird in dieser Gegend von Windsurfern bevölkert. Wellentechnisch war es aber nix, was uns leicht melancholisch werden ließ. Ein weiterer Nachteil des glatten Wassers und der abgegrenzten Badebuchten ist, dass Mücken sich dort prächtig entwickeln können. Im Zelt hatten wir zum Glück keine, aber am nächsten Morgen haben wir bestimmt 20 im Auto gefangen.
Heute sind wir das erste Mal richtig pünktlich losgefahren: 10Uhr gings weiter. Wir haben unsere ursprüngliche Absicht, über Nizza nach Mailand zu fahren, aufgegeben und uns ein anderes Ziel gesucht. Welches das ist, werdet ihr morgen erraten dürfen, wenn ich meine Cam wieder gefunden habe und Bilder machen kann.
Der schnellste Weg, diese in unserem wüsten Gepäck zu finden, wäre sicherlich gewesen, gefilzt zu werden. Schon auf der Hinfahrt haben wir uns angesichts unserer Gepäckmenge überlegt, dass es sicher ganz witzig wäre, von der Drogenfahndung durchsucht zu werden. Gestern, beim Kaufen von 10 Pains au chocolat und der anschließenden Fressorgie haben wir uns eine Hitliste der besten Wege, durchsucht zu werden, überlegt:
10. Scheiße aussehen.
9. Sonnenbrille tragen und wegdrehen.
8. Ein grünes Hanfblatt auf dem Auto haben.
7. Kurz vor dem Zollposten aus dem Auto springen und wegrennen.
6. Die Bong zwischen die Knie klemmen.
5. Bei der Ausweiskontrolle einen Geldschein hinhalten.
4. Rückwärts in die Kontrolle fahren und den Beamten bitten, das Geräusch einer Einparkhilfe nachzuahmen.
3. Während der Kontrolle den Beifahrer fragen, seit wann lila Kühe sprechen können.
2. Den italienischen Grenzbeamten mit französischen Pains au chocolat bewerfen.
1. Den Grenzbeamten fragen, wie viel Gramm man einführen darf.
Leider hatten wir keine Gelegenheit, unsere Ideen auch zu verwirklichen, da niemand unsere Ausweise sehen wollte (bzw. das Geräusch nachahmen wollte).
Landschaftlich sind wir heute durch eine der schönsten Gegenden Frankreichs gefahren. Da wir aber nicht zu viel über unsere Route verraten wollen, können wir noch nicht mehr dazu sagen. Ihr könnt ja trotzdem schon mal raten.
Wir haben die Kamera jetzt wiedergefunden. Erste Bilder von unserem schönen Campingplatz und ein erstes Hinweisbild auf unseren Aufenthaltsort. Kleiner Tip: der Ort liegt ungefähr 550 Meter über dem Meeresspiegel...
Nachtrag zu vorgestern: