Tag 23 – „Bist du behindert?“
Servus aus Österreich, liebe Fangemeinde!
Heute haben wir unsere vorletzte Etappe absolviert und sind aus unserem gestrigen Stop nach Mayrhofen gefahren. Das liegt im Zillertal und stellt gleichzeitig den Eingang zum Tuxertal dar, welches für uns momentan sehr interessant ist, da an dessen Ende der nach unseren Informationen momentan einzige geöffnete Gletscher Österreichs liegt: Hintertux.
Morgen wollen wir nämlich zum Abschluss unseres Kurzurlaubs Snowboarden gehen. Die Bedingungen auf dem Berg scheinen stabil zu sein. Temperaturen knapp über Null, ausreichend Schnee auf den offenen 13 Pistenkilometern. Wir waren beide noch nie im Sommer Boarden, alleine deshalb ist es ein Erlebnis.
Nachdem gestern Abend wie Schnei ja schon geschrieben hat ein heftiger Regen einsetzte, hatten wir ziemlich Schiss, das Zelt heute Morgen im Regen abbauen zu müssen. Glücklicherweise hat es irgendwann in der Nacht dann doch aufgehört zu regnen, sodass wir gegen 8 erst das Zelt abgebaut und dann auf der Wiese gefrühstückt haben. Als wir um 9 losgefahren sind, fing es dann wieder an, zu regnen. Wir hatten also großes Glück.
Auf unserer Fahrt sind wir in einem sehr stylischen McDonald’s in Imst vorbeigekommen. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, außer vielleicht, dass die Österreicher mit ihrer Tunnelmaut echt spinnen.
In Mayrhofen angekommen sind wir sofort zur Touristeninformation gefahren, um uns ein Quartier auszusuchen. Dabei hatten wir genau 3 Kriterien: 2 Nächte mit Frühstück, Internet, studentenfreundliche Preise. Die Dame hat auch schnell etwas für uns gefunden, und so sind wir in das Haus Panorama gefahren. Die Besitzer, zwei alte Leute, waren auch sehr nett, aber Internet gabs natürlich nicht. Wir hatten uns dann im Zimmer schon so einigermaßen eingerichtet und wollten gerade in Richtung Erlebnisbad aufbrechen, als herauskam, dass wir verwechselt worden waren und unser Zimmer eigentlich für jemand anders vorgesehen war. Unsere Gastgeberin für eine Stunde hat sich freundlicherweise um ein anderes Quartier für uns gekümmert, das auf derselben Straße 300m weiter oben liegt und am Ende sogar noch schöner ist. Als Wiedergutmachung gabs noch einen doppelten Obstler für den Weg. Internet gibt’s jetzt hier leider auch nicht, dafür aber Unmengen WLANs in der Umgebung. Vielleicht kommen wir ja irgendwie da rein.
Dann sind wir jedenfalls in das Erlebnisbad aufgebrochen. Dort gibt es 2 Rutschen, die immer abwechselnd geöffnet sind: eine Reifenrutsche und eine normale, die „nur für geübte Sportler“ geeignet sein soll…ist klar. Sonst gibt es in dem Bad nicht viel. Uns hatte es vor allem die Reifenrutsche angetan. Die verfügt über 3 Hindernisse, von denen das erste ein absoluter Killer ist, an dem eigentlich nur die Kinder vorbeikommen, ohne vom Reifen zu fallen. Leider sind die Rutschen immer nur kurz angeschaltet, aber wir sind dann einfach in einem der Hindernisse geblieben und haben uns vor den Überwachungskameras versteckt. Zumindest solange, bis wir lauthals die Radiolieder mitgegrölt haben. Dann sind wir leider entdeckt worden. Schnei hat dann am Babybecken ein bisschen mit dem ausliegenden Spielzeug gespielt, was zwei einheimische 13-jährige Gören zu o.g. Frage veranlasste.
Nach dem Baden sind wir erstmal durch halb Mayrhofen gelaufen, um eine Pizzeria zu finden, in der ich vor ein paar Jahren schon einmal war. Irgendwann sind wir dort auch angekommen, und es hat sich echt gelohnt. Es ist wirklich alles sehr stylisch eingerichtet, und die leckeren Pizzen, bei deren Zubereitung man zusehen konnte, krönten wir mit Eisbechern mit poetischen Namen wie „Erdbeerkuss“ und „Chocolate BOOM“.
Das gute und reichliche Essen hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, dass Schnei jetzt schon weggeratzt ist. Wir schlafen zur Abwechslung mal wieder in einem richtigen Bett, und diesmal auch nicht mit x anderen im Zimmer.
Bilder haben wir bis jetzt keine gemacht, aber da wir eh noch nichts hochladen können, ist das auch halb so wild.
Morgen geht’s auf den Gletscher, deshalb mach ich jetzt Schluss. Lasst es euch alle gut gehen zu Hause, in 2 Tagen sind wir wieder da.
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